"Fair"-reisen - gewusst wie!

Gast sein in einem fremden Land bietet Raum für neue Erlebnisse und Begegnungen. Sie tragen jedoch gerade bei der Reise in ein kulturell sehr unterschiedliches Entwicklungsland auch eine hohe Verantwortung. Als Reisender lösen Sie bei der Bevölkerung Ihres Urlaubslandes ebenfalls Empfindungen und Eindrücke aus. Der Tourismus birgt für viele Entwicklungsländer wirtschaftlich gesehen eine große Chance, gleichzeitig aber auch ein hohes Risiko. Tourismus kann soziale Ungerechtigkeiten verstärken, große Umweltprobleme mit sich bringen und lokale Kulturen überfordern.

Was können Sie beitragen? Im Folgenden möchten wir Ihnen einige praktische Tipps geben, wie Sie bewusst reisen können, damit Ihre Reise für Sie und Ihre Gastgeber in vielerlei Hinsicht ein Gewinn wird.

Artenschutz

Jedes Jahr unternehmen weltweit viele Hundert Millionen Menschen eine Urlaubsreise ins Ausland. Bei der Rückreise finden Zollbeamte immer wieder Souvenirs im Reisegepäck, die aus geschützten Tieren und Pflanzen hergestellt wurden. Die Konsequenzen für Reisende sind unangenehm, der Schaden für die Natur ist nicht mehr rückgängig zu machen.

Wir möchten Sie noch einmal darauf hinweisen, dass es verboten ist, ohne Genehmigung gewisse freilebende Tiere einzufangen, zu halten, zu kaufen oder zu transportieren. Die Verbote richten sich auch gegen die Veräußerung von Produkten oder Souvenirs, zu deren Herstellung freilebende Tiere verwendet wurden. Die Listen der betroffenen Arten sind von Land zu Land unterschiedlich.

Unabhängig von Länder eigenen Regelungen bestehen auch in Deutschland Einfuhrverbote oder Genehmigungsvorbehalte für Tiere, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Webseite www.bfn.de oder direkt beim Bundesamt für Naturschutz/ Abt. Z 3, Konstantinstr. 110,53179 Bonn, Tel. 0049-228-84914444, Fax 0049-228-84911039

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf folgenden Seiten:

http://www.artenschutz.info/start.htm

http://www.artenschutz-online.de/artenschutz_im_urlaub/laenderauswahl.php

CO2-Emissionen

Der Flugverkehr spielt beim Thema Klimaschutz eine wichtige Rolle, denn er ist ein großer Mitverursacher von Treibhausgasemissionen. Da sich lernen und helfen sprachreisen auf Ziele in Entwicklungs- und Schwellenländern in Übersee spezialisiert hat, ist eine Flugreise allerdings unausweichlich. Aus diesem Grund wollen wir uns, in Kooperation mit der Organisation „atmosfair“, für eine Entlastung unseres Klimas engagieren und Reisen klimabewusster anbieten.

Durch die finanzielle Unterstützung weltweiter Klimaschutz-Projekte möchten wir gemeinsam mit Ihnen die Möglichkeit wahrnehmen, Flugemissionen zu kompensieren und dadurch einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Sie, als Fluggast, können schon mit einem geringen Beitrag Verantwortung übernehmen und die Klimaschutz-Projekte von „atmosfair“ unterstützen. Wir bitten unsere Kunden deshalb um einen Beitrag von EUR 10 pro Reise. Um Sie in dieser Verantwortung zu unterstützen verpflichten wir, als Reiseveranstalter, uns zu einer Beteiligung von ebenfalls EUR 10 an jeder gebuchten Flugreise. 

Mit diesem Beitrag können die verursachten Emissionen ansatzweise eingespart werden. Um den gesamten CO2 Ausstoß für einen Flug nach Lateinamerika zum Beispiel zu kompensieren ist allerdings ein Beitrag von durchschnittlich EUR 150 notwendig. Ein größerer Anteil als EUR 10 ist demnach willkommen und sehr sinnvoll investiert.

CSR

Als Mitglied im forum anders reisen verpflichten wir uns zu einem einheitlichen und verbindlichen CSR-Prozess. CSR steht für Corporate Social Responsibility und bezeichnet den Beitrag von Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung. Alle Unternehmensbereiche werden regelmäßig auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Der CSR-Bericht (Nachhaltigkeitsbericht) gibt messbar und nachprüfbar Auskunft darüber, welche soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung ein Unternehmen in seiner Geschäftstätigkeit übernimmt. Das reicht vom Papierverbrauch im Büro bis zur Unterkunft im Reiseland. Die Berichte werden von einem unabhängigen Zertifizierungsrat geprüft. Erreicht der Veranstalter dabei alle festgesetzten Werte, erhält er ein Zertifikat.

http://www.csrgermany.de/www/csr_cms_relaunch.nsf/id/home-de

Essen & Trinken

Auch die Speisekarte eines Landes kann zu einer Entdeckungsreise einladen. Probieren Sie und essen Sie dort, wo Einheimische essen.

Essen und trinken Sie keine importierten sondern nationale Waren. Wenn Nahrungsmittel um die halbe Welt reisen, schadet das der lokalen Wirtschaft und der Umwelt.

Finanzielle Anerkennung

Gehen Sie bedacht mit Trinkgeld um, erkundigen Sie sich vor Ort, ob Trinkgelder und in welcher Höhe üblich sind. Wenn der Service Ihnen zusagt, zahlen Sie ein angemessenes Trinkgeld, direkter können Sie nicht helfen!

Lassen Sie sich niemals auf Bestechungsgelder ein. Damit fördern Sie nur die stark verbreitete Korruption.

Fotografieren

Reduzieren Sie die Menschen im Gastland nicht auf „Foto-Objekte“. Fotografieren Sie auch nicht ungefragt und gegen den Willen der Menschen.

Verleihen Sie Ihrem Wunsch, zu fotografieren durch eine Bitte, ein Nicken oder ein Lächeln Ausdruck und üben Sie Zurückhaltung, falls diese Bitte abgelehnt wird oder wenn es der Kultur oder Religion widerspricht.

Nach einem freundschaftlichen Gespräch lassen sich viele Einheimische gerne zur Erinnerung ablichten.

Sollte für das „Recht am Bild“ ein (kleiner!) Geldbetrag gewünscht werden und es Ihnen das Foto wert sein, dann geben Sie ein Trinkgeld. Andernfalls unterlassen Sie besser das Ablichten.

Wenn Sie versprechen, ein Foto zu schicken, halten Sie diese Zusage ein!

Gast sein in fremden Ländern

Machen Sie sich immer bewusst, dass die Menschen vor Ort Ihre Gastgeber sind und von ihren Gästen Rücksicht erwarten.

Gastfreundschaft wird in den Ländern des Südens groß geschrieben und mit Herzlichkeit gelebt. Sie ist jedoch nicht einseitig und oft auch nicht uneigennützig. Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für die Menschen, die sich viel von Ihren Gästen versprechen. Bleiben Sie gelassen, versuchen Sie Aufmerksamkeiten entsprechend zu interpretieren und reagieren Sie bestimmt, aber immer respektvoll.

Seien Sie offen! Unter einem Kulturschock leiden Sie, wenn Sie im Ausland den gleichen Standards, die gleichen Gepflogenheiten und die gleichen Regeln wie zu Hause erwarten. Anders bedeutet weder besser noch schlechter, sondern eben nur anders. Erfreuen Sie sich an allem Fremden, es wird Ihre Reise bereichern.

Bringen Sie Einheimischen Respekt entgegen. Sie sind keine „primitiven Eingeborenen“, sondern exzellente Kenner ihres Landes, und verfügen über Erfahrungen, von denen jeder lernen kann. Ein offener Austausch wird also gerade für Sie wertvoll sein!

Informationsmaterial

Damit Sie noch mehr über das Thema Nachhaltiger Tourismus erfahren können, haben wir für Sie eine Auswahl an Links zusammengestellt: 

TourismWatch:

http://www.tourism-watch.de/themen/nachhaltiger-tourismus

CSR: 

http://www.csr-weltweit.de/de/ueber-csr/index.nc.html

http://www.csrgermany.de/www/csr_cms_relaunch.nsf/id/home-de

Atmosfair:

http://www.atmosfair.de/

Artenschutz:

http://www.artenschutz.info/start.htm

http://www.artenschutz-online.de/artenschutz_im_urlaub/laenderauswahl.php

Kinderprostitution:

http://www.ecpat.de/fileadmin/dokumente/Presse/Artikel_Travel_One_01-2012.pdf

Kinderprostitution

Thailand, Philippinen, Dominikanische Republik - was für die einen nach Urlaub unter Palmen klingt, ist für viele dort lebende Kinder ein einziger Albtraum. Millionen Kinder werden weltweit sexuell ausgebeutet, hauptsächlich in den ärmeren Ländern. UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, schätzt, dass rund 1,8 Millionen Kinder weltweit jedes Jahr zur Prostitution und Pornografie gezwungen werden. Doch die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Kinderschänder zwingen die Kinder gewaltsam zu sexuellen Dienstleistungen oder missbrauchen sie für pornografische Aufnahmen. Den Sextouristen mangelt an Unrechtsbewusstsein, sie rechtfertigen ihr Handeln damit, dass sie mir ihrem Geld etwas Gutes tun.

Die Zahl der Touristen, die in ihrem Urlaub Kinder sexuell missbrauchen, steigt stetig. Rund 400.000 Männer weltweit reisen jährlich ins Ausland, um in fernen Ländern und Kulturen Sex zu haben. Geschätzte 20.000 deutsche Männer suchen dabei gezielt nach Kindern. Die Täter kommen vor allem aus westeuropäischen Staaten.

Der zunehmende Sextourismus im Ausland steht auch in Zusammenhang mit der Angst vor einer Ansteckung mit HIV/Aids. Viele Touristen gehen davon aus, dass minderjährige Prostituierte nicht mit dem Virus infiziert sind und deshalb die Gefahr einer eigenen Ansteckung geringer ist. Dabei ist gerade die Zahl der infizierten Kinder in vielen Ländern gestiegen.

Kinderprostitution beschränkt sich längst nicht mehr auf die klassischen Zielländern der Sextouristen wie Thailand, Sri Lanka, die Philippinen und Indien. In Südamerika nimmt der Sextourismus besonders in Brasilien, der Dominikanischen Republik und auf Kuba zu. 

Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und Straftat. In den meisten Ländern ist Kinderprostitution verboten. Doch Taxifahrer, Hotelangestellte und Polizei schauen oft weg, manchmal auch gegen Zahlung eines Schweigegeldes. Weltweit ist die sexuelle Ausbeutung von Kindern ein Verbrechen und die Taten können auch im Herkunftsland der Täter strafrechtlich verfolgt werden (UN-Kinderrechtskonvention).

Wenn Sie auf Ihrer Reise auf Aktivitäten stoßen, die im Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern stehen, gibt es folgende Verhaltenstipps:

-Bewusstsein schaffen: Helfen Sie mit, ein Problembewusstsein für das Thema der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus zu schaffen. Sprechen Sie auch in der Reisezeit mit der Familie, Freunden und Kollegen.

-Informationen weitergeben: Sagen Sie der Reiseleitung, dem Reiseveranstalter, der Hotelleitung, örtlichen Polizei oder der Polizei in Ihrem Heimatland, was Sie beobachtet haben. Auch die Botschaft Ihres Heimatlandes nimmt Hinweise entgegen. Sie nimmt Kontakt mit den Behörden Ihres Reiselandes auf und leitet die Hinweise an die zuständigen Stellen weiter.

-Aufmerksam sein: Achten Sie auf Dinge, die Ihnen vielleicht komisch vorkommen, wenn Sie unterwegs sind. Zeigen Sie Zivilcourage und informieren Sie die Botschaft, Polizei oder die Reise- bzw. Hotelleitung vor Ort, sobald Sie auf Aktivitäten stoßen, die im Zusammenhang mit der sexuellen Ausbeutung von Kindern stehen. Denken Sie daran: Die Polizei braucht möglichst genaue Angaben zu Ort, Zeit und Täter.

-Medien beobachten: Achten Sie auf Webseiten und Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, die im Zusammenhang mit der sexuellen Ausbeutung von Kindern stehen und dafür werben. Melden Sie sämtliche Beobachtungen der örtlichen Polizei, Ihrer Botschaft oder Nichtregierungsorganisationen.

Auch wir als Reiseveranstalter lernen und helfen sprachreisen haben den Tourismus-Kinderschutzkodex unterschrieben, um Kinder und Jugendliche vor sexueller Ausbeutung zu schützen. Der Kinderschutzkodex ist ein internationales Projekt von Nichtregierungsorganisationen, internationalen Organisationen und Regierungen, das versucht, auf die herrschenden Missstände aufmerksam zu machen und Kinder und Jugendliche vor weiteren Übergriffen zu bewahren. Mit dem Unterschreiben des Kinderschutzkodex unterstützen auch wir als Reiseveranstalter die Ziele dieses Projekts und erfüllen somit ein wichtiges Pflichtkriterium des CSR-Zertifikat von TourCERT. Das Gütesiegel von TourCERT ist das erste Gütesiegel, welches dieses Thema als Standard für nachhaltige Tourismusunternehmen eingeführt hat.

Um weitere Informationen zu diesem Thema zu erhalten, empfehlen wir Ihnen folgende Internetseiten:

"Kindersextourismus: 12 weit verbreitete Irrtümer"

"Gegen das Wegsehen

"Kleine Seelen – große Gefahr"

"The Code"

Die Meldeadresse in Deutschland ist die: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Kleidung

Andere Länder, andere Sitten. Dies gilt insbesondere bei der Kleidung. In ärmeren Ländern wird oftmals mehr auf die Kleidung geachtet, als uns bewusst ist. Von einem Besucher wird eine angemessene Kleidung als Zeichen des Respekts erwartet. Was angemessen ist, führt Ihnen die Bevölkerung vor.

Generell gilt: Schauen Sie sich um, was die Menschen in Ihrem Reiseland tragen. Steht dies in Bezug auf Stil und Stoffmenge in deutlichem Gegensatz zu Ihrem Outfit, dann ist das Fettnäpfchen nicht weit! Hier einige Faustregeln:

Strandkleidung gehört an den Strand und nicht in die Stadt!

Insbesondere Frauen müssen auf angepasste Kleidung achten. Auch wenn es nicht in Ihrer Absicht liegt, können sie durch einen zu tiefen Ausschnitt oder ein zu enges Kleidungsstück schnell zu Objekten der Begierde werden.

Oben ohne ist ausnahmslos in allen Entwicklungsländern tabu.

Männer müssen bedenken, dass Sie in Shorts wenig respektiert werden. Ein Unterhemd (sei es auch bunt) ersetzt nicht Hemd oder T-Shirt.

Miteinander reden

In den Ländern des Südens wird viel mehr kommuniziert. Beobachten Sie den Umgang der Leute untereinander. Unstimmigkeiten werden sofort angesprochen. Noch bevor sich Probleme und Ärger aufstauen können, werden Spannungen hierdurch gelöst. Dagegen gilt es oftmals als unhöflich, sich wortlos durchzuboxen. Also: Reden Sie, fragen Sie, bitten Sie und Ihnen wird geholfen!

Fremdsprachen sind gerade für uns Deutsche wichtig. Sie sollten zumindest Englisch beherrschen, in Lateinamerika kommen Sie vielfach nur mit Spanisch zurecht.

Auch wenn gemeinsame Fremdsprachen die Kommunikation erleichtern, lernen Sie die gebräuchlichsten Worte und Gesten für „Guten Tag“, „Auf Wiedersehen“ und „Danke“ in der jeweiligen Landessprache. Schon ein paar Worte können Brücken bauen, indem sie Ihre Wertschätzung und Ihr Bemühen verdeutlichen.

Ein Lächeln sagt oft mehr als tausend Worte, versuchen Sie stets freundlich und geduldig zu sein, auch wenn es Probleme gibt. Brüllen Sie nie, Sie verlieren nur Ihr Gesicht und erreichen nichts.

Planung

Informieren Sie sich ausführlich über Ihr Reiseziel. So werden Sie es besser verstehen und können mehr erleben!

Fragen Sie konkret nach Reiseangeboten, die auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit Rücksicht nehmen.

Nehmen Sie sich Zeit und planen Sie nicht jeden Tag im Voraus. Gerade spontane Erlebnisse und Begegnungen sind oft die Schönsten!

Weniger ist mehr! Versuchen Sie nicht, so viel wie möglich in einem kurzen Aufenthalt unterzubringen. Machen Sie es besser als zu Hause und entfrachten Sie Ihren Terminplan. Gönnen Sie sich Zeit zum Genießen und Verarbeiten der außergewöhnlichen Eindrücke. So schonen Sie sich und die Umwelt!

Sauberkeit

In Entwicklungsländern gelten andere Ansprüche an die Sauberkeit. Zudem ist insbesondere in heißen Ländern die Vermeidung von „Ungeziefer“ eine weit größere Herausforderung.

Trotzdem werden Sie auch in kleineren Unterkünften ausreichend saubere Zimmer vorfinden.

Wenn Sie auf absolute Sauberkeit nicht verzichten können, beschränken Sie Ihre Reisen auf Ihren Kulturkreis.

Souvenirs

Richtig ausgewählte Souvenirs sind nette Reiseerinnerungen und können die lokale Wirtschaft stärken.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Souvenirs tatsächlich in Ihrem Urlaubsland erzeugt wurden.

Um den Ausverkauf von Kulturschätzen zu vermeiden, lassen Sie Antiquitäten bitte im Land.

Der Überfluss am Marktstand täuscht: Im Meer sind viele Schnecken und Muschelarten bereits so selten, dass Ihr Handel kontrolliert wird.

Kaufen Sie keine lebenden Tiere, auch wenn Sie Ihnen leid tun: Sie erhöhen dadurch nur die Nachfrage und riskieren eine hohe Strafe!

Kaufen Sie keine aus bedrohten Arten hergestellten Souvenirs, keine Pflanzen und keine Korallen. Sie gefährden den Artenschutz und machen sich unter Umständen strafbar.

Beim Feilschen gilt: Je mehr Sie dabei lächeln und je entspannter Sie sind, desto vergnüglicher wird es für beide Seiten. Der erste Preis gilt als Verhandlungsbasis. Viele der Händler sind jedoch bitterarm, übertreiben Sie das Feilschen nicht, sondern zahlen Sie einen angemessenen Preis, der die Arbeit würdig bezahlt.

Erkundigen Sie sich nach so genannten Kooperativen oder ähnlichen Händlerzusammenschlüssen, die Handarbeiten zu fairen Preis anbieten und somit eine gerechte Entlohnung der Hersteller garantieren.

Spenden & Helfen

Der richtige Umgang mit Bettlern ist schwierig. Achten Sie darauf, ob Einheimische etwas geben.

„Echte“ Bettler sitzen ruhig am Straßenrand. Geben Sie nur kleine Münzen. Ignorieren Sie die aufdringlichen und aggressiven „Touristen-Bettler“.

Erfolgreiche Bettelkinder schwänzen die Schule. Bitte geben Sie ihnen nichts, auch wenn es schwer fällt. Sie drehen höchstens weiter an einer Teufelsspirale. Es ist sinnvoller, Projekte für Kinder vor Ort zu unterstützen.

Umwelt

Entwicklungsländer haben meist keine Müllabfuhr, Müllvermeidung ist daher besonders wichtig.

Vermeiden Sie (insbesondere voluminöse) Plastikverpackungen, die auch durch den Touristischen Einfluss immer häufiger angeboten werden. Lehnen Sie Plastiktüten und Servietten, die Sie nicht benötigen, ab.

Füllen Sie in Hotels oder bei Ihrer Gastfamilie abgekochtes Wasser oder Mineralwasser aus großen Behältern in Ihre eigene Wasserflasche ab. Sie können auch Entkeimungstabletten verwenden.

Nehmen Sie Sondermüll wie Batterien und Spraydosen wieder mit nach Hause.

Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel und Taxis. Da die Luftverschmutzung durch Autoverkehr in Entwicklungsländern katastrophale Ausmaße angenommen hat, klagen Sie im Urlaubsland als Tourist öffentlich die schlechte Luft an, das erhöht den Druck auf Entscheidungsträger.

Unterkunft

Luxus ist von Reichen für Reiche geschaffen und am Luxus verdienen die Einheimischen oft am wenigsten bis gar nichts.

Wie viel gemütlicher und authentischer können im Vergleich zu den Luxusherbergen doch die oft familiengeführten kleinen und mittleren Hotels sein. Nur sie ermöglichen es, die individuelle Note einer Stadt zu entdecken und dabei familiär und persönlich betreut zu werden.

Mit der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie einen entscheidenden Beitrag zu sozialverträglichem Tourismus leisten! Geben Sie Unterkünften den Vorzug, die in einheimischem Besitz sind und einheimische Arbeitskräfte zu anständigen Konditionen beschäftigen.

Wasser

Wasser, vor allem sauberes Trinkwasser, ist in den Ländern des Südens ein kostbares Gut und sollte nicht gedankenlos verschwendet werden.

Duschen Sie bei Wasserknappheit nur kurz und wehren Sie sich gegen tägliches Wechseln der Handtücher und Bettwäsche

Golfspieler sollten bedenken, dass Ihre Golfplätze eine besonders ausgiebige Bewässerung benötigen. Verzichten Sie daher in Ländern mit Wassermangel auf verlockende Angebote.

Zeit

„Ihr Europäer habt die Uhren, wir haben die Zeit!“ Entdecken Sie den Begriff „Zeit“ neu. Pünktlichkeit wird in verschiedenen Kulturen unterschiedlich interpretiert.

Gönnen Sie sich den Luxus, unterwegs viel Zeit zu „verschwenden“. Erst hierdurch werden viele wertvolle Begegnungen und Erlebnisse möglich, die in keinem Reiseführer zu finden sind.